Schemaberatung/ Schemacoaching/ Schemakurzzeittherapie

 Schemaberatung

…beinhaltet die Aufklärung eines Klienten über die Entstehung und die Wirkung von Schemata in seinem Leben und in seinen Beziehungen. Dies kann einerseits die Vorbereitung für einen sich anschließenden Schemacoaching-Prozess sein, andererseits kann Schemaberatung auch für sich allein stehen. Schemaberatung z.B. in Betrieben fördert das Verständnis füreinander und für sich selbst.

Mit Hilfe von Schemaberatung kann der Klient seine persönliche Gesamtsituation verstehen. Das Erkennen eigener Muster und Schemata reicht oft schon aus, um aus diesen auszusteigen und einer Pathologisierung entgegen zu wirken. Häufig führt das zu einer erhöhten Zufriedenheit beim Klienten, weil er dann in der Lage ist, seine Ziele selbstwirksam zu erreichen. Wenn dem so ist, endet der Prozess an dieser Stelle.

Schemacoaching

Das Ziel beim Schemacoaching ist, den Klienten durch kleinste Interventionen dabei zu unterstützen, seine Ziele zu erreichen. Es bietet sich an, wenn der Klient trotz Verständnis des eigenen Erklärungsmodells  und vorhandener kognitiver Akzeptanz keine selbstständige Verhaltensänderung herbeiführen kann und dem Coach erlaubt, unterstützend zu wirken.

Schemakurzzeittherapie

Reichen einzelne kleine Interventionen nicht aus, kann dies darauf hindeuten, dass am Primärkonflikt zu arbeiten ist. Sofern der Klient psychisch ausreichend stabil erscheint, können mit Hilfe von Interventionen aus der Schemakurzzeittherapie die vom Klienten gewünschten und angestrebten Ziele erreicht werden.  Sollte die psychische Stabilität nicht ausreichend gegeben sein, würde sich eine klassische Schematherapie anbieten.


Die Ausgangssituation

Häufig treten in unterschiedlichen Kontexten Situationen auf, in denen deutlich wird, dass Klienten immer wieder in ein und dieselben Verhaltens- und Erlebensmuster rutschen. Oftmals erleben die Klienten die Anwendung dieser Muster als normal, zum Teil aber auch als etwas überreagierend, ohne dass sie dabei in der Lage wären, ihre Verhaltensweisen zu steuern. Dann ärgern sie sich häufig über sich selber und es kommt zu Aussagen wie: „ Ich habe mir immer wieder überlegt, was ich meinem Chef dann antworten kann, und trotzdem ist es mir in dem Moment nicht gelungen“ oder  „ich habe mir schon so oft vorgenommen, mich darüber nichtaufzuregen und trotzdem könnte ich schon wieder platzen“.  

In anderen Fällen gibt es auch Klagen von Dritten über die entsprechende Person. Das kann heißen, dass sie dann ein unangenehmes Feedback aus ihrer Umgebung zu immer wieder den gleichen Themen erhält.

Sowohl in der Selbstwahrnehmungs- wie auch in der Feedbacksituation kommt es vor, dass der Betroffene wenig Verständnis dafür hat, wieso ihm das Gleiche immer wieder passiert. Er fühlt sich seinem Muster ausgeliefert. Bei näherer Betrachtung lässt sich dann feststellen, dass sich dieses Muster in verschiedenen Lebensbereichen wiederfinden lässt und dass es in aller Regel oft schon über viele Jahre in unterschiedlichen Ausprägungen präsent ist.

Wenn ein Klient das Gefühl hat, eine Situation steuern zu müssen, aber nicht zu können, dann steigt die innere Anspannung. Unter Stress fallen Menschen verstärkt in gewohnte Verhaltensmuster zurück. In Folge steigt durch den Stress dann auch noch das Auftreten der unerwünschten Reaktionen. In dieser Situation entlastet den Klienten schon das kognitive Verständnis darüber, wie es überhaupt zu solchen Situationen kommt.